Beiträge zum Stichwort 'hygiene'

Die Jobretter auf Pro7 vom 11.03.2010: „Mein Salon“ von Seydan Mourat

  • Veröffentlicht am März 15, 2010, Uhrzeit: 10:00 pm

Leider mit etwas Verspätung kommt der versprochene Beitrag zu der Folge vom vergangenen Donnerstag zu den Jobrettern auf Pro7. Leider hatten wir noch keine Zeit früher zu berichten.

Der Friseursalon „Mein Salon“ von Seydan Mourat in Gießen hat erdrückende Probleme. Seydan Mourat, der Chef, ist zahlungsunfähig. Andreas Wendt der Jobretter und Profi-Friseur-Experte kommt fast zu spät, denn der Friseurladen steht quasi vor der Insolvenz. Der Giessener Friseur-Salon steht kurz vor dem aus, der Chef ist verzweifelt. Im Salon von Seydan Mourat ist nicht mehr auf dem neusten Stand, von der Hygiene ganz zu schweigen. Die Farbwägen sind total eingefärbt, Begrüßung und der Service stimmen jedoch, im Gegensatz zu Friseursalons die wir bereits früher ja schon das ein oder andere Mal bei den Jobrettern erleben durften. Auch die Arbeitsweise von Seydan Mourat ist sehr gut aber auf den ersten Eindruck sollte man sich nicht verlassen. Seydan Mourat verliert immer wieder total die Übersicht über das Finanzielle seines Salons. Da stellt sich dir Frage, ob er der Jobretter Andreas Wendt hier überhaupt noch etwas tun kann? Denn die Last der Schulden scheint erdrückend. Seit dem Jahr 2000 hat Seydan Mourat den Salon übernommen. 2006 hatte der Chef dann einen Schulterbruch und setzte den Friseurladenbetreiber für mehrere Monate außer Gefecht. Die Schwester und Mitarbeiterin Sibel Mourat berichtet: „Es gibt als Tage da ist nichts los und man sitzt halt rum!“ Da nichts los ist kommt kein Umsatz in die Kasse ein. Lieferanten und die beiden Azubis warten auf ihr Geld, da der Chef nicht zahlen kann. Seydan Mourat möchte mit Hilfe Andreas Wendts den Salon retten und ihn dahin zurückbringen wo einst war –nämlich in den grünen Zahlen. Das Ziel ist klar doch es ist selbst für den erfahrenen Starfriseur Andreas Wendt eine echte Herausforderung. Der Friseur-Experte Andreas Wendt bittet Herrn Thomas Schmitt von einer Werbeagentur um Mithilfe. Ein neuer Salonname soll her und durch die Hilfe von Thomas Schmitt auch im Nu gefunden. Nicht mehr „Mein Salon“, sondern „Haar Atelier“ soll der Salon von Seydan Mourat ab sofort heißen. Neue Farben, neue Aufmachung – alles muss rundum erneuert werden. Als im Verlaufe der Sendung Andreas Wendt die Zahlen mit Seydan Mourat anschaut trifft ihn schier der Schlag. Seydan Mourat macht zum momentanen Stand ein dickes Minus von 60.000 Euro jährlich. Der einzige Ausweg den Andreas Wendt aus dieser Misere noch sieht ist die Radikalkur, nämlich die Insolvenz des Ladens. Seydan Mourat ist einsichtig, dass es wohl keinen Ausweg mehr gibt, da der Schuldenberg immer weiter wächst und er selbst seinen Auszubildenden kein Gehalt mehr auszahlen kann.

Trotz Insolvenz könnte Seydan Mourat als Mitarbeiter des Salons  arbeiten. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass er den Salon einer dritten Person überträgt. Erst nach 6 Jahren wäre es möglich, dass Seydan Mourat nach erfolgreich abgeschlossener Insolvenz den Laden wieder übernehmen könnte.

Wie sich der Chef Seydan Mourat entscheidet könnt ihr hier auf Pro7.de nachschauen, denn hier gibt es die volle Sendung für all diejenigen, die die Folge verpasst haben oder sie noch einmal anschauen möchten.

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Stil- und Frisurenkunde: Die alten Griechen

  • Veröffentlicht am Januar 30, 2010, Uhrzeit: 6:21 pm

De Kultur des griechischen Volkes (ca. 1500-150 v. Chr.) hat durch sein Gedankengut und die in dieser Epoche entstandenen Werke eine weit reichende Ausstrahlungskraft auf die Kultur vieler Völker dieser Erde gehabt. Neben Errungenschaften in Kunst, Politik, Wissenschaft und Sport wurden auch unsere heutige Kosmetik und Haartrachten vielfach vom klassischen Griechentum inspiriert.

Interessant für uns ist in diesem Zusammenhang, dass das erstrebte Lebensideal der damaligen Zeit die „Harmonie von gesundem Geist im gesunden Körper“ war. Auch die körperliche Schönheit war Teil dieses Idealbildes. Dazu passend kommt dies in unserem Kontext in Form der Gestaltung edler Frisuren zum Ausdruck. Griechische Dichter besangen die Schönheit und Lockenfülle der Frisuren.

Zur Körperpflege der alten Griechen:

Es gab bei den alten Griechen eine Göttin der Gesundheit mit dem Namen „Hygieia“. Sie haben sicherlich bereits abgeleitet, woher der heute geläufige Begriff „Hygiene“ stammt, denn dieser leitet sich an der Bezeichnung der alt-griechischen Gottheit „Hygieia“ ab.

Die Körperpflege hatte im Zusammenhang des damals geltenden Schönheitsideals einen recht hohen Stellenwert. Die alten Griechen gingen bereits in öffentliche Badehallen. Darüber hinaus gehörte zur Körperpflege der alten Griechen: Massagen, Ölungen und Parfümierung. Auch Gymnastik und klare Regeln für Schlaf und Diätvorschriften sollten zum idealisierten Gleichgewicht von Geist und Körper verhelfen. Hellweiße, matte Haut versuchte die moderne Griechin durch die Verwendung der giftigen Bleiweiß-Schminke zu erreichen. Diese sollte den Kontrast zum grellen Rot der Lippen verstärken. Auch Götterstatuen wurden geschminkt. Der Begriff „Kosmetik“ kommt aus dem Griechischen. Die „Kosmeten“ waren Kosmetikerinnen, aber nicht im heutigen Sinne, sondern vielmehr „Kosmetik-ausführende“ Sklavinnen.

Die Frisur der Frauen im alten Griechenland im Überblick:

Wir können bzgl. Der Frisurenmode bei den alten Griechen grundsätzlich drei Epochen unterscheiden: Die archaische, klassische und die hellenistisch Zeit.

In der archaischen Zeit der Griechen (ca. 1500 bis ca. 500 v. Chr.) trugen die Frauen oftmals offene ungeschnittene, oftmals gekrauste Haare. Andernfalls wurde das Haar mit einem Haarbeutel hochgebunden. Haarschmuck wurde sparsam getragen, z.B. in Form von Silbernadeln, Spangen, Bändern oder Stirnreifen. Geprägt wurde die Frisur durch Haarwellen, kleine Stirnlocken und 2 bis 4 längere Korkenzieherlocken. Diese Korkenzieherlocken fielen hinter den Ohren herab auf die Brust hinunter.

Die Frisur der alten Griechen in der klassischen Zeit (ab 500 v. Chr.) wurde durch die am Hinterkopf aufgesteckten Knoten gekennzeichnet. Harmonische Formen aus Mittelscheitel, griechischem Knoten und leicht gewelltem Haar mit einfrisiertem Diadem waren kennzeichnend. Aus der archaischen Zeit wurden phasenweise noch die seitlichen Korkenzieherlocken übernommen. Oftmals wurden zum Schmücken, aber auch zum Zwecke des Halts, farbige Bänder oder weitmaschige silberne oder goldene Haarnetze in die Frisur eingefädelt. Safran wurde zur „Blondierung“ der Haare verwendet. Gegen Ende dieses Zeitabschnittes wurde die Frisur durch den zweifach geteilten Haarschopf zu einer großen Haarschleife, in verschiedener Höhe, am Hinterköpf befestigt. Dies geschah teilweise auch mit Fremdhaar.

Die hellenistische Zeit (ab 300 v. Chr.) ist gekennzeichnet durch kunstvoll verknotete Frisuren, auch orientalisch beeinflusst. Diese hatten später auch Einfluss auf die römische Frisierkunst. Ein Modetrend war die Haarfarbe Blond. Das Haar der trendbewussten Griechin wurde mittels Safran aus Krokusblüten aufgehellt. Lockiges Haar wurde hergestellt indem das angefeuchtete Haar über ein hohles Rohr aus Metall gewickelt wurde. Anschließend erhitzte man einen dünnen Kupfer- oder Bronzestab und schob ihn in das Rohr hinein.

Die Frisur der Männer im alten Griechenland im Überblick:

Auch für den Mann lassen sich die unterschiedlichen Frisurtrends denselben Epochen wie bei der Frau zuordnen.

In der archaischen Epoche trug er, ähnlich der griechischen Frau, langes Kopfhaar und zusätzlich einen zugespitzten Bart.

In der klassischen Zeit trugen Sportler und Soldaten kurze gelockte oder rasierte Haare, teils mit Stirnbändern. Halblanges, gelockt gekraustes und gewelltes Haar wurde ohne Bart von  städtischen Modejünglingen getragen, teilweise recht weiblich frisiert. Gelehrten und Dichtern stand langes, aber gepflegte Kopf- und Barthaare zu. Gleiche Schnitte fand man auch bei alten Götterstatuen;

Die hellenistische Zeit wurde geprägt durch das nach orientalischer Art kurz gelockte Haar. Bärte wurden nicht getragen.

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Stil- und Frisurenkunde: Die alten Ägypter

  • Veröffentlicht am Januar 26, 2010, Uhrzeit: 10:59 pm

Die alten Ägypter sind eines der ältesten Kulturvölker über die es alte Aufzeichnungen gibt, über die Rückschlüsse auf Ihr kulturelles Leben möglich sind. Auch über Körperpflege, Kleidung und Körperschmuck. Informationen über ihre Kultur und Lebensgewohnheiten liefern alte Papyrusrollen und Tontafeln, die die Zeit bis zum heutigen Tage überlebt haben. Diese sind mit Hieroglyphen und zahlreichen, oft auch farbigen Zeichnungen versehen, die uns über die Geschichte der Kultur erzählen. Darüber hinaus entdeckte man Steinbildnisse, und bemalten Wände der Grabkammern im Inneren der vielen Pyramiden. Grabgaben die den mumifizierten Menschen beigelegt wurden stellen Wertgegenstände, aber auch echte Gebrauchsgegenstände der damaligen Zeit dar, die es uns heute ermöglicht Rückschlüsse auf damalige Lebensweisen und kulturelle bzw. religiöse Vorstellungen zu ziehen. Uns interessiert an dieser Stelle alles, was mit Körperpflege, -hygiene und –beschmückung zu tun hat. Denn all jene Dinge erzählen uns, wie die Wurzeln der heutigen Körperkultur und Haarmoden aussahen. Nur durch diese Wurzeln konnte sich über Jahrtausende eine solche kulturell verankerte Haarkultur entwickeln, die sich bis zum heutigen Tage in verschiedenen Facetten über den Globus weiterentwickeln konnte. Die „Haarmode“ der damaligen Zeit hing natürlich in besonderem Maße von den damaligen Lebensformen und –umständen zusammen.

Für die Entstehung erster Körperkulturen, die auch ihren Ausdruck in einer „Haarkultur“ mit kunstvollen Frisuren fand, war sicherlich der Umstand verantwortlich, dass Jahr für Jahr der Nil über seine Ufer trat und den fruchtbaren Schlamm über das Land brachte, dass den alten Ägyptern reiche Ernten bescherte und zu einer Form des Wohlstands führte, der in Konsequenz eine Entwicklung begünstigte, die die Kultur auf eine höhere Stufe katapultierte.

Zur Körperpflege der alten Ägypter:

Zur Körperpflege wurde in der damaligen Zeit bereits parfümiertes Öl eingesetzt. Auch das tägliche Bad, anschließendes Salben, Schminken und Einfärben der Fingernägel mit Hennafarbe war den heutigen Erkenntnissen zufolge bereits Teil des „vornehmen“ ägyptischen Lebens. Wobei auch hier die ägyptischen Männer ihre Haut gesalbt und geölt haben sollen.

Dem Ideal entsprach eine gelbliche Gesichtsfarbe, grün gefärbte Augenlider mit schwarz nachgezogenen Lidrändern. Dazu schwarz gezupfte Augenbrauen und eine fein nachgezogene Lippenkonturen gehörten ebenfalls dazu. Der Kopf, bzw. der Bart bei Männern, war oftmals aufgrund religiöser Unterwerfung kahl geschoren, wobei hier vermutlich auch gelegentlich auch auf schwarze Perücken zurückgegriffen wurde.

Die Frisur der Frauen im alten Ägypten im Überblick:

Die Frauen der ägyptischen Vorzeit trugen zum Teil Eigenhaar, zum Teil aber auch Perücken. Perücken dienten zum Schutz vor der intensiven afrikanischen Sonne. Frisurformen waren über die vielen Jahrhunderte einem ständigen Wandel unterworfen. Die Frisuren waren insbesondere in der Zeit des Alten Reiches in Form eines Pagenschnittes frisiert. In späteren Jahrhunderten gab es aber auch längeres Haar und Mittelscheitel. Zum Einsatz kamen schwerpunktmäßig aber wohl erhitzte Tonwickel für gekrauste Hängelocken und Flechtmethoden. Auch der Einsatz von Stirnbändern mit Lotosblumen oder Kopftüchern zum Schutze vor der Sonne sind übermittelt worden. Die gewöhnliche Haarfarbe war blauschwarz, mit dem späteren Einsatz von Hennafarben auch rotbraune Hennafärbungen. Haarpflege wurde gemäß der ein oder anderen Erwähnung in der Literatur angeblich aus Nilpferdfett betrieben.

Die Frisur der Männer im alten Ägypten im Überblick:

Zumeist trug der Mann aus hygienischen oder religiösen Gründen kurzes oder gar kahl geschorenes Kopfhaar. Über dem kahl rasierten Haupt wurden auch Perücken wurden getragen, allerdings im Gegensatz zur Frau der alten ägyptischen Zeit ohne Schmuck. (Schmuck gab es bei Männern nur in Form von königlichem Stirnreif oder Königshaube) Das Gesicht war sonst eher glatt rasiert. Dieses wurde mit einem sichelförmigen Bronzemesser, zumeist durch einen Barbier auf einem öffentlichen Platz bewerkstelligt.

Zum Schutz des Kopfes wurden vom gewöhnlichen Volk, den Bauern und Handwerkern Schutzkappen aus Leder oder Filz auf dem kurz geschorenen Haar eingesetzt.

Grobe Einordnung der Frisuren in verschiedene Zeitphasen:

Die Zeit der alten Ägypter unterteilt sich in mehrere Phasen. Abschließend bzw. zusammenfassend lassen sich drei Hauptphasen konkreteren Frisurtendenzen zuordnen, die sich voneinander unterscheiden:

– Im Alten Reich (ca. 2707–2216 v. Chr.): Pagenkopffrisuren

– Im Mittleren Reich (ca. 2137–1781 v. Chr.): lange Perückenfrisuren, jedoch recht einfach und streng geformt

– Neues Reich (ca. 1550–1070 v. Chr.): langes, gekraustes Haar der Frau war in viele dünne Zöpfe geflochten. Die Enden wurden umeinander gedreht, wobei Fransen oft stufenförmig ausliefen

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